Protokoll der 137. Generalversammlung des OVZ vom 5. März 2015

19.00 Uhr, im Alterszentrum Zug, Zentrum Neustadt, Bundesstrasse 4, 6300 Zug

Traktanden

1. Wahl der Stimmenzähler
2. Genehmigung des Protokolls der 136. GV
3. Abnahme des Jahresberichts 2014
4. Abnahme der Jahresrechnung 2014 und des Revisorenberichts
5. Budget 2015
6. Wahl Revisoren
7. Jahresprogramm 2015
8. Beschlussfassung über Anträge
9. Varia

Die Präsidentin eröffnet die Generalversammlung um 19.05 Uhr und begrüsst alle anwesenden Mitglieder,
Ehrenmitglieder und die Vertreter befreundeter Vereinigungen herzlich.

Entschuldigt haben sich: Dr. Karl Kobelt Stadtrat Zug, Josef Ruckli Nachbarschaft Landsgemeindeplatz, Korporation Zug, Thomas Homberger Immobilienbewirtschaftung, Hans Christen, Fritz Meier Turmwart, Walter Benz Cheftierpfleger, Nadia Breiter Tierpflegerin, Felix Kuhn, Martin und Bea Monkewitz ? Graupapageien-spender, Oskar Rickenbacher, Heidi und Selina Imhof und Theo Iten.

Wir bedanken uns für die Dekoration des Saals ganz herzlich bei Leo und Agnes Speck.

Die Einladung wurde fristgerecht statutarisch verschickt. Es werden keine weiteren Traktanden beantragt.

1. Wahl der Stimmenzähler
Als Stimmenzähler werden Peter Blumenstein und Louis Wickart gewählt.

2. Genehmigung des Protokolls der 136. GV
Das Protokoll war auf der Homepage des Vereins aufgeschaltet. Ein Vorlesen wird nicht verlangt. Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

3. Abnahme des Jahresberichts 2014
Die Präsidentin Annelies Häcki Buhofer stellt den Jahresbericht 2014 vor:

Auch das Jahr 2014 war ein vielfältiges Vereinsjahr.

Im Hirschgehege und bei den Volieren wurden viele Verbesserungen und Erneuerungen
vorgenommen. Nur wenige Beispiele: Es gibt eine Reihe von neuen Brutkästen für die grösseren Vögel, z.B. für die Enten und die Alpenkrähen. Beim Ententeich wurde ein neuer Rasenteppich verlegt. Beides hat Walter Benz selber machen können. Bei den Hirschen wurde die Futterkrippe neu gemacht, ein Dachkännel installiert und ein grosses Wildbienenhotel aufgestellt.

Wir hatten weniger Sektionsberichte als andere Jahre: Sektionen werden bei nicht offensichtlichen Todesfällen bzw. Todesursachen vorgenommen. Unsere Tierärztin Frau Dr. Isabelle Zulauf schaut dann nach, ob eine ansteckende Krankheit oder ein Fütterungsfehler vorliegen könnte – ein Grund also, auf den man reagieren müsste.

Beispielsweise ist letztes Jahr ein relativ junger Wellensittich an einem Trauma gestorben, das heisst, er ist wohl ins Gitter hinein geflogen – das kann sein, weil er von aussen erschreckt wurde, es kann aber auch sein, weil er von einem anderen Vogel gejagt wurde.

Dann hatten wir bei einem Graupapagei einer Muskulaturerkrankung – Weissmuskelkrankheit, die bei Papageien selten auftritt und durch einen Vitamin E/Selenmangel begründet ist. Natürlich wird den Papageien genügend vielfältiges Futter angeboten, aber es kann sein, dass ein Vogel aus persönlicher Vorliebe vor allem Körner frisst.

Weiter hatten wir einen tödlich verlaufenen Nierentumor bei einem Kappenblauraben.

Verletzungen, die auch vorkommen, heilen oft – vor allem auch, wenn man die Vögel versetzen kann: so haben wir einen am Fuss verletzten Steinkauz bei den Lachenden Hansen einquartiert, wo er sich erholen konnte.

Ein grösseres Problem, das wir haben, sind die Mäuse, deren Population ständig durch Mausfallen unter Kontrolle gehalten werden müssen.

Die Stadt Zug hat die Wasserpumpe und die Leitung für das Seewasser im Teich neugemacht.

Die herzigen Bartmeisen haben Nachwuchs gehabt, auch die Balistare, die Waldrappen und einige mehr. Das Brutjahr war nicht einmal so schlecht, wie man angesichts des schlechten Frühsommerwetters denken konnte. Aber natürlich hat das Leben in einer Voliere auch Vorteile – wie man am Beispiel der Shortydame sieht, die ja
in Zukunft daran gehindert werden soll, zum Überwintern in den Kanton Zug zu kommen. Die Freiheit, die da so oft beschworen wird, ist auch für Vögel nicht einfach nur grenzenlos schön – sondern sehr oft auch mühsam. Wir wissen ja, wie hoch die Mortalitätsrate einer gesunden Brut von Blaumeisen oder Kohlmeisen etc. ist bis der Winter vorbei ist – um die 70 %. Das ist ein Preis, den alle freilebenden Vögel bezahlen – er hat mit unserem Klima wenig zu tun. Insofern bietet die Voliere auch Schutz und Fürsorge und die Vögel haben ein ergleichsweise längeres Leben.

Spyren: Von Mai bis August wurden durch die Betreuerin Stefanie Städler die Nistkästen alle zwei Wochen kontrolliert und die Anzahl Eier, Jungvögel und Adulte notiert. Wir konnten am 28. Juni, 11. und 19. Juli 2014 alle Jungvögel beringen, nämlich 63. Insgesamt waren 28 Nistkästen besetzt. Bei den Adulten gelangen 29 Kontrollfänge und 11 Neuberingungen. Am 28. Juni und 11. Juli wurden insgesamt 7 Adoptivjunge unterlegt. Am 19. Juli wurden alle Jungvögel nochmals gewogen und vermessen. Dies soll dem Vergleich von Brut
eigenen (sogenannt legitimen) und adoptierten Jungvögeln dienen. Als Kriterien für die erfolgreiche Entwicklung wurden Gewichtszunahme und Federwachstum festgelegt.

Unseren schönen und zunehmend auch friedlicheren Hirschstier Köbeli mussten wir im letzten Jahr zur Blutauffrischung ersetzen. Er war inzwischen der Vater von fast allen Hirschkühen und das führt bekanntlich zu Problemen bei der Nachkommenschaft. Der neue Stier ist auch hübsch, hat aber noch ein wesentlich weniger eindrückliches Geweih.

Wir haben nach wie vor gut gefüllte Kässeli in den Volieren und beim Hirschgehege – bis zu 800 Fr. pro Monat. Dafür danken wir den Besucherinnen und Besuchern ganz herzlich. Das Geld wird für artgerechtes Futter und kleinere Ausstattungsgegenstände wie Nistkasten eingesetzt. Wir brauchen aber auch unsere Vereinsmitglieder. Dieses Jahr sind ungewöhnlich viele der verschickten Briefe zurückgekommen. Wenn Sie eine Nachbarin, einen Nachbarn, Freunde, liebe Verwandte haben, die Sie dazu bewegen können, den Verein beizutreten und mit dem bescheidenen Jahresbeitrag zu unterstützen, sind wir dankbar.
Zum Thema Kasse: Wir haben die Leistungsvereinbarung mit der Stadt wiederum für vier Jahre unterschrieben. Wir danken der Stadt für Ihre Unterstützung und sind unsererseits der Meinung, dass wir mit unserer vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch für die Stadt einen Beitrag zur Lebensqualität leisten.

Ich danke den Vorstandsmitgliedern, dem Ehrenpräsidenten und dem Obmann Vögeliclub, unserer Spyrenverantwortlichen sowie den Tierpflegern ganz herzlich für ihren Beitrag zu einem erfolgreichen Vereinsjahr.

Zug, den 5. März 2015 – Annelies Häcki Buhofer

4. Abnahme der Jahresrechnung 2014 und des Revisorenberichts
Cécile Grünefelder orientiert über die Jahresrechnung, die u.a. dank Kässeli einen Gewinn von Fr. 3750.00 ausweist.

Der OVZ dankt der Stadt Zug für ihre zuverlässige Unterstützung, den Mitgliedern (Vereinsbeitrag), den Besuchern (Kässeli), Walti Benz für den günstigen Einkauf von Futter ohne Qualitätsverlust.

Der Revisorenbericht von Marcel Grepper und Dr. Werner Limacher wird von Cécile Grünenfelder vorgelesen. Sie haben die Rechnung geprüft und festgestellt, dass sie ordnungsgemäss und sehr gut geführt wurde. Alle Belege sind vorhanden. Sie empfehlen der Versammlung, die Genehmigung der Rechnung.

Der Jahresbericht und die Jahresrechnung werden einstimmig genehmigt.

5 .Budget 2015
Das Budget wird in ähnlichem Rahmen wie die Jahresrechnung 2014 vorgeschlagen.

Das Budget wird einstimmig angenommen.

6. Wahl Revisoren
Werner Limacher der das Amt lange übernommen hatte, ist zurückgetreten.
Neu stellen sich Werner Gisler und Markus Grepper (bisher) zur Verfügung.

Die Revisoren wurden einstimmig gewählt.

7. Jahresprogramm 2015
Ende Mai Anfang Juni Volierenführung.
Spyrenführung
1. August 2015 Tag der offenen Tür im Turm.
3. September Nachtführung im Zürcher Zoo.

Die genauen Daten werden im Brief der Anfang Mai verschickt wird bekannt gegeben.

8. Beschlussfassung über Anträge
Keine

9. Varia
Benedikt Steinle bedankt sich bei der Präsidentin Annelies Häcki ganz herzlich für die viele Arbeit die sie das ganze Jahr für den Verein leistet und überreicht Ihr einen Blumenstrauss.
Herr Marqueli von den G A U R überbringt die besten Grüsse und dankt für das gute Zusammenleben im Turm.
Peter Hofmann bedankt sich bei der Präsidentin Annelies Häcki für ihr grosses Engagement im OV und überreicht ihr ein Präsent.
Dr. Uhlmann bedankt sich für die Einladung an die GV, das Engagement und die gute Zusammenarbeit.
Herr Gysi bedankt sich für den schönen Ausflug in den Tierpark Goldau.

Die Präsidentin schliesst die Generalversammlung um 19.40 Uhr und lädt die Anwesenden zum Nachtessen ein.

Menzingen, den 19. April 2015

Die Aktuarin – Cornelia Furrer