Protokoll der 136. GV des OVZ vom 27. März 2014

19.00 Uhr, im Alterszentrum Zug, Zentrum Neustadt, Bundesstrasse 4, 6300 Zug
Traktanden
  1. Wahl der Stimmenzähler
  2. Genehmigung des Protokolls der 135. GV
  3. Abnahme des Jahresberichts 2013
  4. Abnahme der Jahresrechnung 2013 und des Revisorenberichts
  5. Budget 2014
  6. Erhöhung des Mitgliederbeitrages
  7. a) Wahlen
     b) Ehrungen
  8. Jahresprogramm 2014
  9. Beschlussfassung über Anträge
10. Varia
Die Präsidentin eröffnet die Generalversammlung um 19.00 Uhr und begrüsst alle anwesenden Mitglieder,
Ehrenmitglieder und die Vertreter befreundeter Vereinigungen herzlich.
Entschuldigt haben sich: Der Stadtrat Zug, durch Beat Moos; Stadtrat Dr. Karl Kobelt; Peter Hofmann, Obmann
Vögeliclub; Dr. Peter Ulmann, Leiter Amt für Wald und Wild; Dr. Isabelle Zulauf, Tierärztin des OVZ; Thomas
Homberger, Gebäudebewirtschafter; Marcel Greppper und Dr. Werner Limacher, Revisoren OVZ; Korporation Zug;
Felix Kuhn, P latzmühle; Heidi Imhof, ehemaliges Vorstandsmitglied; Selina Gilli und Nicolai Becker.
Wir bedanken uns für die Dekoration des Saals ganz herzlich bei Leo Speck.
Die Einladung wurde fristgerecht verschickt. Es werden keine weiteren Traktanden beantragt.
1. Wahl der Stimmenzähler
  Als Stimmenzähler werden Monika Duschletta und Elmar Heim gewählt.
2. Genehmigung des Protokolls der 13. GV
  Das Protokoll war auf der Homepage des Vereins aufgeschaltet. Ein Vorlesen wird nicht verlangt. Das Protokoll
wird einstimmig genehmigt.
3. Abnahme des Jahresberichts 2013
  Annelies Häcki Buhofer stellt den Jahresbericht 2013 der Präsidentin vor:
Zwei administrative Themen am Anfang: Zunächst haben wir unseren Versammlungsort gewechselt: Vom
Restaurant Rütli ins Alterszentrum Neustadt. Wir sind im Rütli immer sehr gut und sehr freundlich bedient worden,
allerdings wurde der Platz im Rütli zunehmend knapp und unsere Finanzverantwortung hat uns nicht mehr erlaubt,
zu einem Nachtessen einzuladen, das wesentlich mehr ausgemacht hat als der Jahresbeitrag. Herrn und Frau Zenger
danken wir herzlich für die jahrelange freundliche Gastfreundschaft.
Weiter haben wir fast immer vorstandspersonalpolitische Themen und Probleme, die in diesem Jahr wieder eine
glückliche Lösung gefunden haben: Wir haben allen Grund, unserem überaus langjährigen und treuen Vorstand in
jeder Hinsicht dankbar zu sein. Aber auch die ausdauerndsten Vorstandsmitglieder haben das Recht, sich nach weit
mehr als zehn Jahren ganz oder teilweise aus der Pflicht entlassen zu lassen. Die Aufgaben in einem Verein wie
unserem, der auch Angestellte hat, haben sich nicht verringert, sondern – im Gegenteil – vermehrt: Der Verein
braucht eine „Personalabteilung“, die sich mit Regelungen und Formularen zu Krankheiten, Militär, Geburten,
Heiraten, Scheidungen, Arbeitslosigkeit und Versicherungen aller Art befasst – nebst den Lohnabrechnungen und
Lohnausweisen. Zudem brauchen wir schon seit einigen Jahren jemanden, der oder die die Verantwortung für die
Homepage übernimmt. In Zukunft werden wir auch die Verantwortung für Public Relations und Zeitungsartikel an
ein Vorstandsmitglied delegieren müssen.
Es ist uns gelungen, ausgezeichnet qualifizierte neue Verantwortliche und Vorstandsmitglieder zu gewinnen: Cécile
Grünenfelder (Grünenfelder Consulting GmbH) für die Kasse und Dr. Benedikt Steinle für das Vizepräsidium.
Benedikt Steinle ist schon im Vorstand und u.a. für die Homepage – und für die Nistkastenpflege – zuständig. Wir
werden unter dem Traktandum Wahlen auf die vorgeschlagene Aufstellung des Vorstandes zurückkommen.
Dann zu unseren Vögeln: In den Volieren halten wir 47 Arten und ca. 180 Einzelvögel. Unsere Vögel haben 64
junge Vögelchen ausgebrütet und aufgezogen, teilweise mit ganz speziell eiweissreichem Futter, und wir haben 70
Vögel abgeben können. U. a. haben wir einige der Weissen Ibisse, die wir als grössere Gruppe erworben hatten,
weitergegeben, um Platz für die Roten Ibisse zu schaffen, die wir wieder – wie früher – in einer grösseren Gruppe
halten möchten. Rote Ibisse sind aber sehr schwer zu bekommen.
Das gilt ganz generell für viele unserer Vögel, dass sie schwer zu bekommen sind: Man darf ja – zu Recht – keine
Wildfänge mehr einführen, ist also auf europäische Nachzucht angewiesen. Weil man zudem auch immer wieder auf
blutsfremde Vögel zur Paarbildung angewiesen ist, sind seltene Vögel, wie wir sie in den Volieren zeigen, auch
nicht leicht in geeigneter Kombination zu beschaffen. Die Erhältlichkeit zu einem doch noch vernünftigen Preis
setzt ein gutes Netzwerk voraus, wie es Walti Benz, unser Haupttierpfleger, hat und pflegt – schnell übers
Wochenende nach Norddeutschland hinaufzufahren, einige Parks und Zoos zu besichtigen, Gespräche mit Kollegen
zu führen und allenfalls auch Vögel einzuführen, nach allen Regeln der Kunst und unter Beachtung aller
Vorschriften, ist da ganz normal.
Der letzte Frühling war ja nass und kalt und daher für die Bruten schwierig. Highlights der Nachzuchten bei den
Beos – bei den Balistaren, beim Lachenden Hansen und auch bei den Mönchsittichen, die in der Eckvoliere beim
Hotel Löwen die Stars der Manege sind. Unzählige Menschen stehen da immer an dieser Ecke und chäsperlen mit
dem einen zahmen Mönchsittich, den wir schon einige Male teuer hätten verkaufen können.
Zum Thema Vogelverkauf: 2013 war das Jahr, in dem wir haben realisieren können, was wir eigentlich schon lange
als Strategie formuliert haben und entsprechend planen, soweit es von uns abhängt, nämlich für seltene und
dementsprechend auch eher teure Vögel die idealen Bedingungen für eine Nachzucht zu schaffen und ein schönes
Geschäft mit eigenen Nachzuchten zu realisieren. Der Vogelverkauf war in diesem Jahr ein Geschäft mit Gewinn.
Zebrafinken und Wellensittiche zu züchten, ist im Normalfall nicht so schwierig und deswegen auch kein Geschäft,
obwohl sie auch sehr herzig sind, und wir wie auch die Besucherinnen und Besucher Freude daran haben.
Vögel haben wir dieses Jahr nicht nur geschenkt erhalten oder gekauft, sondern auch als Dauerleihgaben mit
Verträgen und sich daraus ergebenden Aufgaben – wie jährliche unaufgeforderte Berichterstattung – erhalten.
Solche Leihgaben können sich aus illegalen Einfuhraktivitäten durch die Zollverwaltung ergeben oder im Rahmen
einer Erbteilung vorgesehen werden.
Unser Gehegeobmann Leo Speck hat neben den Volieren auch den Hirschgarten vorbildlich betreut: 2013 sind drei
Kälber geboren wurden. Die Heuraufe im Futterstall wurde von der Schreinerei des Werkhofes der Stadt Zug in sehr
schöner Arbeit neu erstellt und montiert. Überhaupt verdanken wir dem Werkhof viel Unterstützung bis hin zum
Transport des Weihnachtsbaumes vom Landsgemeindeplatz zur Zweitverwendung ins Hirschgehege. Die
Hirschgruppe freut sich immer sehr, wenn sie einen frischen Baum zum Abnagen der Rinde und zum Knabbern an
den Ästen bekommt.
Unsere Vorstandsmitglieder Benedikt Steinle und Leo Speck haben für 20 Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen der
Pädagogischen Hochschule eine Führung im Pulverturm gemacht mit dem Thema „Die Brutkolonie als Lernort“.
Wir freuen über solche Aufgaben und übernehmen sie, wenn es zeitlich möglich ist, gerne.
Benedikt Steinle hat zudem bei der Einweihung der Shorty Skulptur – sie steht jetzt unten an der Vorstadtmauer bei
den Schwänen – kurz über die "echten" Waldrappen und unsere kleine Zuchtgruppe in der Fasanerie am Zuger
Landsgemeindeplatz gesprochen. Die Geschichte um "Shorty" haben wir mit Interesse verfolgt, die Gelegenheit
benutzt, über unsere Shortys in der Voliere
aufzuklären und das Kunstwerk mit Freude auftauchen und immer wieder den Platz wechseln sehen.
Weiter haben wir auch an einem Informationsflyer „Gebäudebrüter in der Stadt Zug“ mitgearbeitet, der vor kurzem
erschienen ist und als Grundlage für Architekten und Bauherren dienen kann und soll.
Weil wir unter dem Traktandum Wahlen eine Kassenverantwortliche neu wählen und erfreut zur Kenntnis nehmen,
dass wir einen neuen Vizepräsidenten haben, möchte ich die Leistungen und Kompetenzen des Kassiers und des
Vizepräsidenten an dieser Stelle verdanken, so gut das mit wenigen Worten möglich ist:
Hansruedi Duschletta war schon Kassier, als ich in diesen Vorstand eintrat, also vor elf Jahren. Und weil es der
Kassier ist, der die Löhne ausbezahlt, wurde er auch für unsere Personalabteilung zuständig, die sich dank
Regulatorien aller Art munter entwickelt hat und recht arbeitsintensiv geworden ist. Dafür bleibt er in
verdankenswerter Weise noch zuständig. Er verwaltet unsere Finanzen also seit Urzeiten und hat dabei alle
gesetzlichen und technischen Entwicklungen mitgemacht, die da mitzumachen waren – bis hin zu einer
elektronischen Erfassung der Arbeitszeit. Unsere Revisoren waren immer sehr zufrieden mit der Führung der Kasse
– und der Vorstand war es auch und verdankt die aufwändigen Arbeiten ganz herzlich.
Unser Vizepräsident Hansueli Bussmann ist auch schon viel länger im Amt, als ich es bin. Er war in all der Zeit, die
ich überblicke, ein Garant und eine wichtige Stütze für personalpolitische Entscheide, für den generellen Überblick,
vernünftige konsistente Lösungen vor dem Hintergrund des gesunden Menschenverstands und ein wichtiger Partner
im Kontakt mit der Stadt Zug.
Wir verdanken ihm und seiner Frau auch wunderbare kulinarische Höhepunkte an einem der schönsten Orte der
Stadt – in seinem eindrücklichen historischen Haus und gepflegten vielfältigen Garten. Sein Interesse an Vögeln,
insbesondere auch den Mauerseglern, für Nistmöglichkeiten, der Erfahrungsaustausch, das hat uns alles immer
geholfen. Wir danken für seine stützende Präsenz in all den vergangenen Jahren und das lange – und immer wieder
verlängerte – Mitmachen in unserem Vorstand, das wir sehr geschätzt haben und ebenfalls sehr herzlich verdanken.
Dem gesamten Vorstand und dem Obmann des Vögeliclubs sowie den TierpflegerInnen danke ich sehr für die gute
Zusammenarbeit und wünsche allseits ein gutes Vereinsjahr 2014.
Der Jahresbericht der Präsidentin wird von der Versammlung einstimmig genehmigt.
4. Abnahme der Jahresrechnung 2013 und des Revisorenberichts
  Der Kassier Hansruedi Duschletta orientiert über die Jahresrechnung, die u.a. dank Kässeli und Vogelverkauf einen
Gewinn von Fr. 4'500.- ausweist.
Der OVZ dankt der Stadt Zug für ihre zuverlässige Unterstützung, den Mitgliedern (Vereinsbeitrag), den Besuchern
(Kässeli), Walti Benz für den Kontakt zu ALDI, wo Gemüse und Früchte bezogen werden können, und dem
Rathauskeller Zug (Abfälle Krabben für die rote Farbe der Sichler).
Der Revisorenbericht von Marcel Grepper und Dr. Werner Limacher wird vorgelesen. Sie haben die Rechnung
geprüft und festgestellt, dass sie ordnungsgemäss und sehr gut geführt wurde. Alle Belege sind vorhanden. Sie
empfehlen der Versammlung, die Genehmigung der Rechnung.
Die Rechnung wird einstimmig genehmigt.
Das Budget wird in ähnlichem Rahmen wie die Jahresrechnung 2013 vorgeschlagen.
Das Budget wird einstimmig genehmigt.
6. Erhöhung des Mitgliederbeitrages
  Antrag des Vorstandes:
Einzelmitglied bisher: 20.00 Fr. Neu: 30.00 Fr.
Paar- und Familienbeitrag bisher: 30.00 Fr. Neu: 40.00 Fr.
Der Antrag von Paul Moos von Fr. 50.00 wird nach kurzer Diskussion wieder zurückgezogen.
Der Antrag des Vorstandes wird einstimmig angenommen.
7.a) Wahlen
  Der Vorstand mit dem neuen Vizepräsidenten Dr. Benedikt Steinle, Kassiererin Cécile Grünenfelder und den
übrigen Vorstandsmitgliedern Prof. Dr. Annelies Häcki Buhofer, Hansruedi Duschletta, Leo Speck und Cornelia
Furrer wird einstimmig gewählt.

7.b) Ehrungen
  Hansueli Bussmann dankt Annelies herzlich für den grossen ehrenamtlichen Einsatz, den sie im vergangen Jahr
wieder geleistet hat. Der Jahresbericht lässt erahnen, wieviel Arbeit und fachliche Kompetenz von unserer
Präsidentin für unseren Verein geleistet wurde. Er zeigt auch, wieviel sie im Hintergrund für die Volieren in Zug,
nebst grosser beruflicher Belastung, leistet. Hansueli Bussmann bedankt sich auch herzlich für die vielen
Vorstandssitzungen, die Annelies bei sich zu Hause beherbergt hat. Angesichts dieses grossen Engagements schlägt
er vor, Annelies die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Mit viel Applaus wird sie zum Ehrenmitglied ernannt.
Hansueli freut sich, sein Amt einem würdigen Nachfolger übergeben zu können, und wünscht Benedikt und dem
Vorstand viel Erfolg und Freude bei der Arbeit.
Hansueli wird verabschiedet und seine Arbeit im Vorstand sehr herzlich verdankt.
8. Jahresprogramm 2014
  31.05.2014 Volierenführung
  Juli 2014 Spyrenführung (Datum steht noch nicht fest)
  01.08.2014 Tag der offenen Tür im Turm.
Von Hansruedi Gysi wird beantragt, einen Ausflug in den Tierpark Goldau zu organisieren. Der Antrag wird
entgegengenommen.
Das Jahresprogramm erscheint auf der Homepage.
9. Beschlussfassung über Anträge
  Keine
10. Varia
  Peter Hofmann bittet Elmar Heim, im Namen des Vögeliclubs und der Mitglieder, Annelies Häcki Buhofer für ihre
immense Arbeit und Professionalität zu danken. Vom Publikum wird das Votum mit einem kräftigen Applaus
unterstützt.
Fritz Meier von den GAUR überbringt die besten Grüsse und dankt für das gute Zusammenleben im Turm.
Die Präsidentin schliesst die Generalversammlung um 19.45 Uhr und lädt die Anwesenden zum Nachtessen ein.
Menzingen, 01. April 2014
Die Aktuarin – Cornelia Furrer