Nymphensittich

Steckbrief
Verbreitungsgebiet: 
In grossen Teilen von Australien. Der Nymphensittich ist neben dem Wellensittich der weitverbreiteste Sittich in Australien.
Lebensraum: 
Trockengebiete, offene Graslandschaften. Nymphensittiche sind weitgehend vom Wasser abhängig und daher meist in grosser Zahl in der Nähe von Bächen und Wasserlöchern zu finden.
Nahrung: 
Samen von Gräsern und Kräuter, sowie auch grössere Körner und Beeren
Größe: 
ca. 30-32 cm; Gewicht von 80-100 g
Nymphensittich.jpg

 
Ordnung: Psittaciformes (Papageien)
Familie: Cacatuidae (Kakadus)
Gattung und Art: Nymphicus (Nymphensittiche)
 
Das Gefieder der Nymphensittiche ist überwiegend grau. Sie sind gut an ihrem orangeroten Fleck bei der Ohrregion erkennbar. Gesicht, Kehle und Haube sind beim Männchen gelb, beim Weibchen grau. Die Jungvögel sehen den Weibchen ähnlich. Mit ca. 9 Monaten sind sie ausgefärbt.
Die spitzen, dünnen Haubenfedern dienen als optisches Signal und zeigen Erregungszustände an.
 
Nymphensittiche leben sehr gesellig, oft in grossen Schwärmen und synchronisieren ihr Verhalten. Wird Nahrung am Boden aufgenommen, so bleiben einzelne Wachposten auf hohen Bäumen.
In Hirsefeldern können sie grossen Schaden anrichten, weshalb sie von Farmern gejagt werden. Bei den Einheimischen gehören die Nymphensittiche und ihre Eier zum Speiseplan.
 
Oftmals finden sich bereits vor der Geschlechtsreife die Paare aus den Schwärmen und halten dann lebenslang zusammen. Während der Brutzeit sondern sie sich vom Schwarm ab. Je nach Region ist die Brutzeit verschieden. Im Norden findet sie am Ende der Regenzeit statt, im Süden zwischen August und Dezember und in Zentralaustralien kann das ganze Jahr nach Regenfällen gebrütet werden.
Sie brüten ihre 2-5 Eier in Baumhöhlen grosser, abgestorbener Bäume, bevorzugt Eukalyptusbäume, aus. Dem Nymphensittich genügt eine Höhle mit etwa 30 cm Tiefe bei 8-10 cm Durchmesser. Nach 19 Tagen schlüpfen die Jungvögel aus.
 
 
Quellen: http://www.sittich-info.de/sittiche/nymphensittich.html
Vögel (Zoohaltung), Herausgeber: W. Grummt, H. Strehlow (Volierenbuch)